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Die ACADEMIA MVSICÆ PRO MVNDO VNO

Musikakademie für die EINE Welt

 

 

 

 

Die 1978 in Rom erfolgte Gründung der AMOR-Accademia Musicale «Ottorino Respighi» (seit 1995 «Academia Musicae Pro Mundo Uno»), ist das Endresultat der graduell aufgebauten,  dreißigjährigen Kulturförderung eines in Rom lebenden Theologen und Musikexperten ungarischer Herkunft, Josef  Juhar.

Ausschlaggebend für das gesamte Kulturschaffen Juhars ist der von J.S.Bach geprägte Begriff von der “Heiligen Frau Musica” wie auch die Grundthese des Hl. Thomas von Acquin bezüglich der Identität des Pulchrum et Verum et Bonum (des Schönen, Wahren und Guten), die auch in der Satzung des gegenwärtigen Akademie verankert wurde. 

Der Periode der zielbewußten Initiativen Juhars auf dem Gebiet der konkreten Musikförderung gehen zwei kulturelle, mit der Musik eng verbundene Unternehmungen von internationaler Tragweite voraus: die Gründung  des Internationalen Zentrums «Amici Romæ Pro Cultura» (1958),  später umbenannt in: Internationaler Kreis der Freunde Roms und des «Centrum Internationalis Pro Renovatione S.Stephani Rotundi», dem «Internationalen Zentrum für die Erneuerung von Santo Stefano Rotondo”.  Der Idee einer zeitgemäßen Erneuerung des verlassenen, 1500-jährigen Zentralbaus auf dem römischen Coelius-Hügel, sichert Juhar mit etwa zwanzig grossen Konzerten in verschiedenen europäischen Städten (Rom, Köln, Trier, Würzburg, München, 1962-1968) die Aufmerksamkeit einer weltweiten Öffentlichkeit, Radio, Fernsehen, Presse inbegriffen. Intuition und sachlicher Einsatz werden Ausgangspunkt einer internationalen Bewegung um die Neubelebung dieses Meisterwerkes der Weltarchitektur. Unter den Förderern und Mitarbeitern Juhars befinden sich u.a. Antal Doráti, Raphael Kubelik, Eugen Jochum, István Kertész, György Cziffra, Géza Anda, Sándor Végh, Tibor Varga, Karl Richter, Nathan Milstein, Miklós Perényi, das Tátrai-Quartett, das Végh-Quartett, das Tibor Varga-Kammerorchester, das Radiosinfonieorchester RAI-Rom, die Philharmonia Hungarica.

 

1972 lädt der Violinist Alberto Lysy Juhar ein, das «Festival delle Nazioni di Musica da camera» in Città di Castello/Umbrien als künstlerischer Leiter zu übernehmen und mit einer neuen Struktur zu versehen. Originelle Programmideen, die geglückte Wahl der Künstler und vor allem die Einrichtung internationaler Interpretationskurse mit Dozenten von Weltrang (u.a. Sándor Végh, Carlo Zecchi, Jörg Demus, Bruno Giuranna, Dino Asciolla, Pina Carmirelli, Goffredo Petrassi, Amadeo Baldovino, Antonio Janigro, Magda László) verleihen diesem umbrischen Festspiel in wenigen Jahren einen hohen elitären Rang. Die Strukturierung des jährlichen Festivals widerspiegelt die klare europäische Berufung, die den musikalischen Programmierungen von Juhar zugrundeliegt. Jedes Jahr wird eine andere europäische Nation  (Ungarn, Österreich, Schweiz, Holland, Deutschland, Italien) eingeladen, um ihr musikalisches Patrimonium und die besten Interpreten auf dem Gebiet der Kammermusik vorzustellen und um durch  paneuropäische  Begegnungen dieser Art  zur kulturellen und geistigen Bereicherung der Menschen beizutragen.

 

Um die strukturelle Dimension des umbrischen Festivals zu erhöhen und seinen Ideen einen institutionellen Rahmen zu geben, gründet Juhar 1978 in Rom die A.M.O.R. Accademia  Musicale «Ottorino Respighi». Zu den Mitgründern zählen, unter anderen Trägern der europäischen Kultur, Elsa Respighi, Antal Doráti, Nino Rota, Carlo Zecchi, Nino Albarosa, József Molnár. Ein neues Sommermusikfestspiel, die «Festa Musica Pro Mundo Uno» entsteht (Città di Castello, 1979; Assisi, 1980-1992; Orvieto, 1992-1995; seit 1996: Rom und Umgebung) und erfüllt eine dreifache Aufgabe: Unterricht (Meisterkurse, Seminarien, Lehrertrainingskurse im Kodály-Musikerziehungssystem), Musikforschung (Symposien), Konzerte. Höhepunkt der Festspiele sind in den Jahren 1988 – 2001 die jährlichen Konzerte in Castelgandolfo, in Gegenwart des großen Freundes und geistigen Förderers der Akademie, Papst Johannes Paul II.. Noch heute ist der Akademie die ihr von Johannes Paul II. zugeschriebene Aufgabe heilig:  "Ich  darf  meiner  aufrichtigen  Hoffnung  Ausdruck  verleihen, daß die Academia   Musicale   Ottorino  Respighi» (die heutige "Academia Musicæ Pro Mundo Uno") auch  weiterhin  die  ethischen  und  geistigen  Werte  durch  die  Musik  verbreiten  möge.  Es  ist  dies eine  höchst edle und  authentisch  kulturelle Mission".

Seit dem Tode ihres Gründers Josef Juhar (†2005) widmet sich die Akademie vor allem der Ausweitung der internationalen und ökumenischen Chortreffen MUNDUS CANTAT, die 1995 aus der im Rahmen der Santo-Stefano-Initiative (1960-1968) entstandenen Idee einer Ökumene durch die Musik entstanden sind.

Die Ehrenpräsidenten der Akademie, von Franco Ferrara zu Antal Doráti, Lord Yehudi Menuhin und Giuseppe Di Stefano,  haben die Akademie in ihren ethisch-musikalischen Anliegen unterstützt. Mundus Cantat vor allem wird seit Jahren durch die Schirmherrschaft der jeweiligen Präsidenten der Parlamentarischen Versammlung des Europarates wie des Päpstlichen Kulturrates getragen.

 

MVSICA PAX EST

MVSICA PRO MVNDO VNO