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Die Freude am gemeinsamen Singen Mundus Cantat Internationale ökumenische und interreligiöse Chortreffen |
MUNDUS
CANTAT (Singende Welt) ist kein Wettbewerb mit Preisen. Es geht um den freudigen,
selblosen, befreienden Chorgesang, um den Kontakt mit Chören aller Länder, aller
Kontinente der Welt, die Tuchfühlung mit einem internationalen Publikum. Und
dies alles in einer Stadt, die von den Antiken “Patria Omnium”, «Heimat Aller»
genannt wurde: Rom.
Chortreffen in der “Ewigen Stadt” sind somit in sich etwas Besonderes. MUNDUS CANTAT kann Chormusik und Musik überhaupt mit der Architektur, Skulptur und Malerei einer Stadt verbinden, die in Antike und Renaissance der Menschheit unermessliche Kunstgüter geschenkt hat. Auch die Sixtinische Kapelle ist Musik, ist Himmelsleiter.
An den Chortreffen in Rom können Chöre aller Kategorien, Amateur- wie professionelle Chöre – a capella oder mit Instrumentalbegleitung - teilnehmen, unabhängig ihrer jeweiligen Glaubensrichtung. Die ökumenische Grundausrichtung der Treffen erleichtert das gegenseitige Kennenlernen, den Gedankenaustausch, die Bildung von Freundschaften und erlaubt die Erweiterung der musikalisch-turistischen Programme durch gemeinsame Gestaltung von Gottesdiensten oder Feiern in den Kirchen und den Katakomben der Ewigen Stadt. Bevorzugte Orte der ökumenischen Veranstaltungen von Mundus Cantat sind vor allem zwei Kirchen: Die Basilika St. Paul vor den Mauern, eine der vier Patriarchalbasiliken von Rom, erbaut über dem Grab des Völkerapostels Paulus und von der Akademie seit Bestehen der Chortreffen als APOSTEL DER ÖKUMENE vorgestellt. In Santa Maria in Trastevere hingegen können einige ausgewählte Teilnehmerchöre an den Benefizkonzerten zugunsten der Aktion “Dream” (Hilfe für Afrika) der weltweit bekannten Gemeinschaft von St. Egidio bestreiten.
Mundus Cantat will die menschliche Stimme, das schönste “Instrument”, dass der Mensch besitzt, fördern, somit auch den Chor - als eine der besten nur denkbare soziale Gemeinschaft überhaupt. Nicht aus Zufall hat der vor kurzem verstorbene Ehrenpräsident der Akademie, der Tenor Giuseppe Di Stefano, bei Übernahme des Amtes den (Amateur-) Sängern von Mundus Cantat aufmunternde Grüsse zugesandt.
Die Möglichkeit des gemeinsamen Kennenlernens, auch bei der Vorbereitung der öffentlichen gemeinsamen Konzerte, die Präsenz von Chören verschiedener Konfessionen oder Glaubensrichtungen – aufbauend auf den in Rom selber anwesenden Chören – macht eine konkrete Ökumene möglich. Die Idee, die Musik als Mittel zur Erreichung der Ökumene zu benutzen (“Durch die Musik zur Ökumene”), kam Josef Juhar in den 60-er Jahren des vorigen Jahrhunders. Aus seinem “Zentrum zur Erneuerung von Santo Stefano Rotondo” in Rom erwuchs sehr viel später die gegenwärtige Mundus-Cantat-Initiative. Denn ohne Ökumene ist heute kein Frieden in der Welt mehr möglich.